Suche nach ...

Übung und Ausbildung

Atemschutzübung in Unterach: Wenn jeder Handgriff sitzen muss

FF Unterach am Attersee zur Übersicht

Eine Person wird vermisst, ein Kanister enthält einen unbekannten Stoff, und die Atemschutzhandschuhe machen jede Schraube zur Herausforderung. Am 17. Oktober übten 13 Feuerwehren des Abschnitts Mondsee bei der Zimmerei Schindlauer in Unterach den Ernstfall.

Wer im Einsatz mit Atemschutz in ein verrauchtes Gebäude geht, muss auch unter Belastung klar denken und sicher arbeiten. Genau das trainierten am Samstag, 17. Oktober 2026, die Atemschutztrupps des Abschnitts Mondsee in Unterach. Übungsobjekt war das Gelände der Firma Schindlauer Harald Zimmerei & Bautechnik GmbH in der Seeleitenstraße.

Die Übung hatte drei Stationen.

Zuerst galt es, eine vermisste Person zu suchen und zu retten. Zur Sicherung des Trupps wurde eine Schlauchleitung mitgeführt. Sie war als Übungsannahme nicht befüllt. Die gerettete Person übergaben die Trupps anschließend an den Rettungsdienst.

Danach musste ein Kanister mit einem gefährlichen Stoff identifiziert werden.

Zum Schluss wurde es knifflig. Direkt nach der Anstrengung musste jeder Atemschutzträger drei Muttern auf drei verschiedene Gewinde schrauben, und das mit den dicken Atemschutzhandschuhen. Wer gerade noch Puls und Atem unter Kontrolle bringen muss, merkt schnell, wie schwer Feinarbeit werden kann.

Sicherheit ging dabei vor. Das Rote Kreuz Unterach kontrollierte bei allen Teilnehmern Blutdruck und Puls. Das Atemschutzfahrzeug der Feuerwehr Vöcklamarkt füllte vor Ort die Atemluftflaschen. Nach der Übung versorgte die Feuerwehr Unterach die Kameraden mit kleinen Jausen und Elektrolyten.

Ab 8:00 Uhr kamen die Trupps im 20-Minuten-Takt. Dabei waren die Feuerwehren Unterach, Oberaschau, Keuschen, Buchenort, Oberhofen, Innerschwand, Hof, Zell am Moos, Oberwang, Tiefgraben, Mondsee, St. Lorenz und Au-See. Organisiert hat die Übung Atemschutzwart OBI David Edeneicher.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Firma Schindlauer Zimmerei & Bautechnik GmbH für das Übungsgelände. Ebenso danken wir allen teilnehmenden Feuerwehren, der Feuerwehr Vöcklamarkt und dem Roten Kreuz für die gute Zusammenarbeit.